Vor zwei Jahren habe ich ein neues Buchprojekt erstellt, dessen Titel und Thema mittlerweile feststehen. Die Fortschritte sind langsam, es wird vermutlich noch einige Jahren brauchen, um genügend Aphorismen für ein Buch zu erhalten, die ich veröffentlicht sehen möchte. Es wird vermutlich nur aus Aphorismen bestehen, anders als mein erstes Buch Meteoritensplitter.
Thematisch wird es um seelische Qualen gehen; ich lote aus, was ich im Stande bin sprachlich mitzuteilen. Der Prozess des Schreibens selbst soll sich über die Qual erheben, oder in der Versenkung verschwinden. Hier ein erster Aphorismus:
Im Zustand der Qual ist Zeit nur eine Aneinanderreihung des Unerträglichen.
Zwangsläufig wird es auch darum gehen, was mit Sprache ansich sagbar ist; eine bloße Reihung von Worten wird vermutlich nicht genügen.
Höchstwahrscheinlich wird es auch bei Books on Demand erscheinen, einen Verlag dafür zu finden erscheint mir äußerst unwahrscheinlich.
Hoffnung wird es keine vermitteln, dafür ist der Grundton zu pessimistisch. Vielleicht aber wird es der Frage nachgehen, wann Qual zum Genuss werden kann, und ob man überhaupt von einer Metaebene aus die Qual in der Qual reflektieren kann.


